Die Tradition der Kohlfahrt hat sich erst
im Laufe der Zeit entwickelt. Ursprünglich begannen im 19. Jahrhundert
wohlhabende Geschäftsleute im Oldenburger und Bremer Raum mit
Pferdegespannen von der Stadt in Landgasthäuser zu fahren, um dort den Grünkohl
zu verzehren. Grünkohl war eines der wenigen Wintergemüse, die es in der
kargen norddeutschen Region gab. Aufgrund des erheblichen Anteils Wurst und Fleisch im gekochten Kohlgericht, sind die Grünkohlfreunde auch den geistigen Getränken
keinesfalls
abgeneigt, so dass es üblicherweise eine feuchtfröhliche Angelegenheit wird.
Die Zeit der Kohlfahrten richtet sich ganz nach dem Grünkohl.
Dieser schmeckt am besten, wenn er "Frost
gehabt" hat. Hieraus ergibt sich, dass nach dem ersten Frost,
meistens im November, die Saison beginnt. Traditionell endet die Saison am Gründonnerstag,
der daher wahrscheinlich seinen Namen bekommen hat.
Kohlfahrten sind eigentlich eine regionale Eigenheit des oldenburgisch-
ostfriesischen und bremischen Raums.
Gelegentlich werden in den letzten Jahren Kohlfahrten auch
außerhalb der genannten Grenzen veranstaltet. Daher haben unsere norddeutschen
Kulturbotschafter Jochen und Elke, als Veranstalter der ersten
Langensteinbacher Kohlfahrt, der Grünkohlkultur auch
international zu höchstem Ansehen verholfen.
Am 25.November 2000 fand die erste Karlsbader Kohlfahrt statt.
Die Krönung von Kohlkönig Eduard dem Ersten von Langensteinbach
Unterdorf.